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Titel:

CFP-5297

Einfluss von Zellinnen- und Kontaktwiderständen auf das Kurzschlussstromverhalten von Hochspannungsbatteriesystemen
Poster Exhibition
Experimental characterization methods

Hochspannungsbatterien bestehen aus einem Netzwerk einzelner Batteriezellen, bei dem die Anzahl in Serie geschalteter Zellen sehr groß im Vergleich zur Anzahl parallel geschalteter Zellen ist (s>>p). Das Verständnis und die Beherrschung des Kurzschlussverhaltens solcher Systeme ist von entscheidender Bedeutung für das Design sicherer und effizienter Hochvolt-Batteriepack-Systeme. Anwendungen, bei denen Betriebsspannungen von mehr als 1500V angestrebt werden, können je nach Zellchemie mehr als 500 in Serie geschaltete Zellen umfassen, während meist nur wenige Zellen parallel geschaltet sind oder überhaupt keine Parallelschaltung vorliegt (500s/1p). Das hierdurch gebildete elektrische Netzwerk weist spezifische Herausforderungen in Bezug auf Sicherheitsmechanismen und die Beherrschung von Kurzschlussströmen auf.
Der vorliegende Beitrag stellt eine detaillierte Untersuchung der Kurzschlussströme in Einzelzellen sowie in kleineren Serienschaltungen vor, die für größere Serienschaltungen skaliert werden und somit als Modell für größere Systeme dienen.
Ein zentraler Aspekt dieser Analyse ist der Einfluss des Innenwiderstands der Zellen auf das Kurzschlussverhalten. Bei sehr hohen Batteriespannungen wird der Innenwiderstand durch den additiven Effekt von Zellkontakten und -verbindern bedeutsam, was die Systemreaktion auf einen Kurzschluss wesentlich beeinflusst. Diese Studie fokussiert sich darauf, wie solche Widerstände die sicherheitstechnische Auslegung des Batteriesystems beeinflussen und wie insbesondere Sicherungen zu bemessen sind.
Die Versuchsanordnung, um präzise Messungen dieser Ströme zu ermöglichen wird diskutiert. Eine spezialisierte Messumgebung, die sowohl für Einzelzellen als auch für kleinere, repräsentative Serienschaltungen konzipiert ist, wird vorgestellt. Die experimentellen Daten werden mit Impedanzspektroskopie-Ergebnissen vergleichen, um den Einfluss des Innenwiderstands in verschiedenen Konfigurationen zu analysieren.
Zusammengefasst liefert diese Untersuchung wertvolle Einsichten für die Auslegung und Optimierung von Batteriesystemen mit hoher Gleichspannung. Sie unterstützen die Entwicklung sicherer und effizienter Energiespeicherlösungen, die den hohen Anforderungen in Bereichen wie der Elektromobilität und der Nutzung erneuerbarer Energien gerecht werden. Diese Ergebnisse tragen maßgeblich zur Entwicklung neuer Designrichtlinien bei, die zukünftige Energiespeichersysteme sicherer und leistungsfähiger machen sollen.

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Autor

Unternehmen/Institut

Co-Autoren

Jan-Frederic Kielhorn, Torben Meibeck, Stefan Kempen