Das Einhalten und Umsetzen aktueller Gesetze, Normen und Standards wie ISO 25010, ISO 26262 und EN 62304 stellt Unternehmen in der Produktentwicklung vor große Herausforderungen. Prozessnormen wie A-Spice in der Automobilindustrie und Design Control in der Medizintechnik führen oft zu Konflikten mit etablierten Arbeitsweisen im bestehenden Requirements- und Systems-Engineering. Hinzu kommt die Dynamik neuer Produktvorschriften, die häufig kurzfristig in Kraft treten und Unternehmen dazu zwingen, ihre Planungen anzupassen, da oft unklar ist, welche Vorschriften bei der späteren Zulassung gelten werden. Noch komplexer wird es bei Projekten mit mehreren Produktvarianten.
Wir beleuchten die steigende Komplexität und die Herausforderungen im Umgang mit Gesetzen, Normen und Standards im (agilen) Requirements- und Systems-Engineering. Wir zeigen, wie moderne Technologien – insbesondere KI-gestützte Systeme (LLM) – die Einhaltung regulatorischer Anforderungen unterstützen und mögliche Risiken bei der Erfüllung von Vorschriften mindern können. Ergänzend dazu erläutern wir, wie bewährte SE-Methoden wie MBSE, Traceability und Variantenmanagement mit und ohne KI nahtlos eingebunden werden, um die komplexen Anforderungen im Entwicklungsprozess nachhaltig zu bewältigen.
Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Einblicke und Best Practices, um regulatorische Herausforderungen zu meistern und Projekte erfolgreich umzusetzen. Am Ende bieten wir eine Diskussionsrunde zum Erfahrungsaustausch, in der offene Fragen geklärt und spezifische Herausforderungen thematisiert werden können.